Jeder zweite Bürgergeld-Bescheid enthält Fehler — so prüfst du deinen

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Eine Frau, 29 Jahre alt, verliert 169 Euro im Monat.

Nicht weil sie etwas falsch gemacht hat.

Sondern weil das Jobcenter falsch gerechnet hat.

Das ist kein Einzelfall. Laut Berichten aus Sozialrechtsberatungen enthält fast jeder zweite Bürgergeld-Bescheid einen Fehler. Manche kosten 20 Euro. Manche kosten 169 Euro. Manche kosten mehr.

Die häufigsten Fehler:

Falsche Anrechnung von Einkommen. Zu niedrig angesetzte Kosten der Unterkunft. Fehlende Mehrbedarfe (§ 21 SGB II). Rückforderungen für Zeiträume, die längst verjährt sind. Falsche Rundungen bei anteiligen Monaten.

Was du machen kannst:

Lies Seite 1 und 2 deines Bescheids. Da steht, was sich geändert hat und warum.

Wenn etwas nicht stimmt oder du es nicht verstehst: Widerspruch einlegen. Kein Grund nötig. Ein Satz reicht. Frist: ein Monat.

Danach muss das Jobcenter deinen Fall komplett neu prüfen.

Ich sage nicht, dass Sachbearbeiter das absichtlich falsch machen. Ich sage: das System produziert Fehler. Und wer sie nicht angreift, zahlt dafür.

Das ist das Problem des Bescheids. Nicht deins.

Gesetzliche Grundlage: § 40 SGB II, § 78 SGG (Widerspruchsverfahren)

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